Der Auserwählte

Für seinen Krimi “Der Auserwählte” wurde Frank Göhre mit dem Deutschen Krimi Preis (2. Platz) ausgezeichnet.

Der Meister des ›Noir made in Germany‹ mit seinem neuesten Coup!

Eloi – Der Auserwählte – ist gelinkt worden. Nun schuldet er David Geld. Drogengeld. Der illegal in Hamburg lebende Afrikaner gerät mächtig unter Druck. Und plötzlich ist Eloi verschwunden. Gekidnappt. Welche Rolle spielt Elois Mutter bei dem Verbrechen? Liegt der Schlüssel zur Aufklärung in ihrer bewegten Vergangenheit, die sie Ende der Achtzigerjahre auf eine kanarische Insel führte?
Auf der Sonneninsel herrschte ein ›genialer Erzieher‹ über eine Gruppe höriger Anhänger. Und Elois Mutter war seine Gespielin. Jetzt geht es um Geld – um sehr viel Geld. Aber auch um Gerechtigkeit, Schuld und Sühne aus scheinbar längst vergangener Zeit …

Nach seiner »Kiez Trilogie« (Neuauflage in Vorbereitung) und dem die Reihe abschließenden Roman »Zappas letzter Hit« erzählt Frank Göhre in »Der Auserwählte« neben einem spektakulären Kidnapping die »Irrungen, Wirrungen« ehemaliger Schulfreunde – eine Chronik der letzten drei Jahrzehnte in Hamburg und anderswo.

Pressestimmen:

»Frank Göhre zählt zu den renommiertesten Krimi-Autoren; seine Bücher sind gesellschaftliche Fallstudien, deren empirische Exaktheit manchem Gesellschaftsroman gut zu Gesicht stünde.«
Klaus Modick, Die Zeit

»Schöner, schneller, schmaler Roman.«
Thomas Wörtche

»Göhre schlägt einen weiten Bogen: Von einer Guru-Sekte auf Gomera in den 80er Jahren bis hin in Hamburger Unternehmerkreise der Gegenwart. Welches Erpressungspotenzial sich in dieser Zeit aufgestaut hat, das schildert Göhre packend und dicht. Es ist die lapidare Lässigkeit, die seine Krimis weit aus der Durchschnittsware heraushebt.«
Horst-Peter Meyer, Der Bielefelder

»Im Buch ›Der Auserwählte‹ stellt der Hamburger Krimiautor Frank Göhre die alte Frage nach Schuld und Sühne. Denn die Vergangenheit ist nie vorbei.«
Martin Schöne, Kulturzeit-Krimitipps

»›Der Auserwählte‹ von Frank Göhre ist viel mehr als die rasant erzählte Geschichte eines Kidnappings. In zahllosen Rückblenden und Perspektivwechseln fächert Göhre die Welt seiner Protagonisten auf. Und bis in die Nebenfiguren spielt Göhre die Thematik des Romans durch: Es geht um die ewige Gier nach Sex, Geld und Macht – und um die Verletzungen, die sich die Menschen bei der Jagd nach dem vermeintlichen Glück gegenseitig zufügen.«
Horst Eckart, Focus Online

»Das Aufregende an ›Der Auserwählte‹ ist neben dem hohen Tempo Göhres wandelbare Sprache. Er schafft es, bei jeder Figur einen anderen Ton anzuschlagen und muss so kaum beschreibende Worte über seine Charaktere verlieren. Der Stil allein lässt uns Bettinas Einsamkeit und Klaus Unglück in seinem missratenen Leben erkennen. Der raue und stumpfe Tonfall lässt uns vor dem Dealer Blacky zusammenzucken, der keine Sekunde zögert, eine Frau zusammenzuschlagen, mit der eben noch ausgiebigen Sex hatte. So schreibt man gute Krimis, die einen ein wenig atemlos zurücklassen.«
taz

»Irgendjemand hat mal behauptet, Frank Göhre schreibe, wie Hitchcock Filme drehte. Das stimmt: Das Multitalent, das auch als Drehbuchautor zu den besten deutschen Krimiautoren mit Tiefgang gehört, schafft von der ersten Seite an Spannung – die er bis zum mehr oder minder schlimmen Ende stetig steigert. Dieses Mal treibt das Böse, das vor mehr als 30 Jahren in einer Hippiekommune auf Gomera seinen Anfang nahm, sein Unwesen zwischen Sankt Pauli und dem schicken Hamburger Stadtteil Eppendorf. Es geht um Familienbande, alte Freundschaften, Gurus, Mord und Totschlag. Mit ›Der Auserwählte‹ schließt Göhre an seine besten Krimis – die Kiez-Trilogie aus den 80ern – an. Auch hier braucht er weder Hightech noch Pornosequenzen oder irgendwelches anderes Gedöns, um den Leser bei der Stange zu halten. Schnörkellos, aber mit kurzen persönlichen Diagrammen, entwirft er psychologische Miniaturen, aus denen sich fast zwangsläufig ein gesamtgesellschaftlicher Makrokosmos entwickelt. Reminiszensen an die Verirrungen vieler 68er tauchen immer wieder spotartig auf, sogar Otto Mühls idealistische, aber letztendlich menschenverachtende Kommune AAO stand Pate. Klar, auf Klischees kann auch Göhre nicht gänzlich verzichten. Wichtig ist, dass er sie immer wieder neu erzählt.«
Willy Theobald, Financial Times

»Ein Buch wie ein schwarzer Kaffee. Dunkel, stark, hart und ohne süßenden Zucker. Ein deutscher ›Noir‹ eben und ein lesenswerter noch dazu.«
Stefan Heidsiek, www.krimi-couch.de

»›Der Auserwählte‹ ist ein exzellentes Beispiel für die jetzt allenhalben wieder hochgehaltene Nähe des Krimis am Puls der Zeit und seine gleichzeitige bedauernswerte Platzierung am Katzentisch der Literatur, die es ja in dieser Form tatsächlich nur noch in Deutschland gibt.«
Günther G. Feld, Heilbronner Stimme

»Anschaulich gezeichnetes Milieu, ›echte‹ Typen und ein ungewöhnlicher, anspruchsvoller Handlungsaufbau. Empfehlenswert.«
Erdmann Steinmetz, ekz.bibliotheksservice

»Akribisch beschreibt Krimiautor Frank Göhre eine Familie im Bann von Gier nach Macht, Geld und Sex.«
Martin Schöne, 3sat Kulturzeit

Der Auserwählte Krimi
2. Auflage
264 Seiten, PB, Euro 9,95
ISBN: 978-3-86532-202-9
LIEFERBAR

Frank Göhre

Frank Göhre, 1943 geboren, arbeitete als Buchhändler, Bibliothekar, Verlagsangestellter und Hörfunkautor. Er lebt in Hamburg und schrieb neben Romanen u. a. die Drehbücher zu den Kinofilmen ›Abwärts‹, ›Die Ratte‹ und das mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnete Drehbuch ›St. Pauli Nacht‹ (Regie Sönke Wortmann). www.frankgoehre.de

Autorenfoto: © Jörg Fokuhl

Frank Göhre

Weitere Titel des Autors:

Gut leben – Früh sterben Geile Meile Die Kiez-Trilogie An einem heißen Sommertag