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Irina Korschunow
Im Jahr 2004 wurde erstmalig der Hertha-Koenig-Literaturpreis an Irina Korschunow verliehen. Mit dem Preis soll künftig alle 2 Jahre eine deutschsprachige Autorin für ihr Werk ausgezeichnet werden. Irina Korschunow wird mit dem im letztem Jahr erstmals verliehenen Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie hat in überaus erfolgreichen Romanen mit großer Feinfühligkeit und viel erzählerischem Takt immer wieder die spannungsreiche Geschichte vom Zusichselberkommen sensibler Charaktere gestaltet. Darin ist sie der Dichterin und Schriftstellerin Hertha Koenig verwandt, die sich ihrerseits in ihrem Werk auf die Suche nach dem inneren Wesen des Menschen begeben hat, behutsam tastend den verborgenen Empfindungen nachspürend, und deren Prosa den Geist des frühen zwanzigsten Jahrhunderts spiegelt. Irina Korschunow stellt, ebenso mit viel Gespür für die Prägungen des Milieus und des Zeitgeistes, das Schicksal von Frauen in den Mittelpunkt, eine eindrückliche Aufforderung, sich gegebenenfalls auch über soziale Normen hinwegzusetzen, um der eigenen Begabung gerecht zu werden. Ihre Figuren erkämpfen sich ihren Freiraum und obsiegen am Ende im Vertrauen auf die eigenen Möglichkeiten.

Ulla Hahn
2006 wurde Ulla Hahn für ihr Lebenswerk, für ihre lyrischen Werke und ganz besonders für ihre zwei Romane „Das verborgene Wort“ und „Unscharfe Bilder“ mit dem Hertha Koenig-Literaturpreis ausgezeichnet. In seiner Laudatio sagte Dieter Borchmeyer, Professor für Neuere Deutsche Literatur und Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, dass es Ulla Hahn immer wieder gelinge, Personen und Räume vor dem inneren Auge des Lesers sichtbar zu machen. Herz gehe bei ihr über Kopf und so spiele die Liebe in all ihren Werken eine großen Rolle. (…)
Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung ist insgesamt mit 5.000 Euro dotiert. Ulla Hahn erhielt 4.000 Euro und sprach den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis der von ihr ausgewählten Lyrikerin Ulrike A. Sandig aus Leipzig zu. „Ihr gelingt es, ihren frischen und genauen Blick auf die Wirklichkeit in frische und genaue Bilder zu übersetzen“, lobte Ulla Hahn die Förderpreisträgerin in ihrer Laudatio.