Albert Nobbs

George Moore

Ende des 19. Jahrhunderts: Albert Nobbs arbeitet seit vielen Jahren als angesehener Butler in einem noblen Hotel in Dublin. Er erledigt seine Aufgaben stets tadellos und tritt dabei zurückhaltend, fast unscheinbar auf. Das Einzige, was diesem zarten Mann in seinem kargen und von Arbeit geprägten Leben Kraft gibt, ist der Traum, den er verwirklichen möchte. Albert legt jeden Penny beiseite, um sich einen Tabakladen zu kaufen. Doch er hat ein Geheimnis, das er mit größter Vorsicht hütet – Albert ist eine Frau. Als der Maler Hubert für eine Nacht bei Albert einquartiert wird, droht alles ans Licht zu kommen.

»Albert Nobbs« zeigt eindringlich, wie gesellschaftliche Zwänge und Geschlechterrollen ein Leben voller Selbstverleugnung erzwingen und wie schwer es ist, auszubrechen und sein Glück zu finden.

George Moore

George Moore, (1852–1933) war ein einflussreicher irischer Schriftsteller, Romancier, Dichter, Kunstkritiker und Übersetzer, der als einer der ersten Vertreter des Naturalismus in der englischsprachigen Literatur gilt. Stark von Émile Zola beeinflusst, prägte er den Übergang zum modernen Roman, besonders mit seinem Hauptwerk »Esther Waters« (1894). Er beeinflusste Generationen englischsprachiger Erzähler.